Jobs als WEG-Verwalter:in
Die WEG-Verwaltung ist das Herzstück der Hausverwaltung — und der Bereich mit dem größten Personalbedarf. Hier finden Sie offene Stellen, und darunter, was den Beruf wirklich ausmacht.
3 offene Stellen
Praktikant/in (m/w/d) – Immobilienbranche
Erfahrene:r WEG-Verwalter:in (m/w/d)
Immobilienverwalter*in (m/w/d) – WEG-Verwaltung
Was macht eine WEG-Verwalter:in?
WEG-Verwalter:innen betreuen Wohnungseigentümergemeinschaften — juristisch, kaufmännisch und technisch. Sie sind das ausführende Organ der Gemeinschaft: Was die Eigentümer beschließen, setzen sie um. Der Alltag verteilt sich typischerweise auf vier Blöcke:
- Eigentümerversammlungen vorbereiten, leiten, protokollieren und die Beschlüsse anschließend umsetzen. Das ist der fachlich anspruchsvollste Teil der Arbeit.
- Objektbetreuung: Instandhaltung und Sanierung steuern, Angebote einholen, Aufträge vergeben, Handwerker und Dienstleister koordinieren, Schäden und Versicherungsfälle begleiten.
- Kommunikation mit Eigentümer:innen, Verwaltungsbeiräten, Mietern, Behörden und Dienstleistern — oft der zeitintensivste Punkt.
- Fristen und Budgets im Blick behalten: Wirtschaftsplan, Beschlussfristen, Verkehrssicherungspflichten.
Die Buchhaltung — Jahresabrechnung, Wirtschaftsplan, Mahnwesen — ist bei größeren Verwaltungen meist ausgegliedert. Wer beides machen möchte, findet das eher bei kleineren Häusern; wer sich spezialisieren will, bei größeren.
Voraussetzungen: reicht Erfahrung, oder braucht es das Zertifikat?
Formal ist der Verwalterberuf in Deutschland nicht zulassungsbeschränkt. Praktisch hat sich aber ein klarer Standard etabliert, und zwar aus zwei Richtungen:
- Ausbildung als Immobilienkauffrau/-mann (IHK) oder eine vergleichbare immobilienwirtschaftliche Qualifikation ist der übliche Einstieg — sie wird in Stellenanzeigen am häufigsten verlangt.
- Zertifizierter Verwalter nach § 26a WEG: Wohnungseigentümer können die Bestellung eines zertifizierten Verwalters verlangen. Deshalb fordern viele Verwaltungen den Nachweis inzwischen auch von angestellten Verwalter:innen — oder bieten an, die Prüfung zu finanzieren. Details dazu im Ratgeber zum zertifizierten Verwalter.
Für erfahrene Bewerber:innen zählt in der Praxis am stärksten, ob Sie eine Eigentümerversammlung eigenständig durchführen können. Das ist die Frage, an der sich in Vorstellungsgesprächen fast alles entscheidet.
Quereinstieg in die WEG-Verwaltung
Der Quereinstieg ist möglich und in vielen Regionen sogar üblich, weil qualifizierte Verwalter:innen knapp sind. Gute Ausgangspunkte sind kaufmännische Ausbildungen, Erfahrung in der Immobilien- oder Baubranche, im Rechtsbereich oder in der Kundenbetreuung. Wie das praktisch abläuft, steht im Ratgeber zum Quereinstieg.
Häufige Fragen
Welche Qualifikation brauche ich für einen Job als WEG-Verwalter:in?
Am häufigsten verlangt wird eine Ausbildung als Immobilienkauffrau/-mann (IHK) oder eine vergleichbare immobilienwirtschaftliche Qualifikation. Alternativ akzeptieren viele Arbeitgeber den Nachweis als zertifizierte:r Verwalter:in nach § 26a WEG. Entscheidend ist in der Praxis, ob Sie Eigentümerversammlungen eigenständig durchführen können.
Ist der Beruf auch im Homeoffice möglich?
Teilweise. Verwaltung, Korrespondenz und Vorbereitung lassen sich gut remote erledigen, Eigentümerversammlungen und Objektbegehungen nicht. Übliche Modelle sind ein bis zwei Homeoffice-Tage pro Woche nach der Einarbeitung.
Wie viele Einheiten betreut eine WEG-Verwalter:in?
Das schwankt stark mit Objektgröße, Digitalisierungsgrad und der Frage, ob Buchhaltung und Technik ausgegliedert sind. Fragen Sie im Gespräch konkret nach der Zahl der Einheiten und Gemeinschaften pro Verwalter:in — das ist die aussagekräftigste Kennzahl für Ihre künftige Arbeitsbelastung.